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Versicherungsmarkt News

Sonntag, 04.07.2010, 22:26:28 Uhr
Kranke Herzen schaden auch der Wirtschaft

Vorhofflimmern kostet das Gesundheitswesen jährlich 650 Millionen Euro.

Rund 370.000 Arbeitsjahre verliert die deutsche Wirtschaft jährlich durch Herz-Kreislauf-Krankheiten. Allein wegen des Vorhofflimmerns und -flatterns - den häufigsten Herzrhythmusstörungen - fielen im Jahr 2008 pro 100 Krankenkassen-Mitglieder 33 Arbeitstage weg. Hinzu kommen die Aufwendungen für die Behandlung: Zusammen mit Krankenhausaufenthalten und Medikamenten entstehen Kosten für das Gesundheitssystem pro Vorhofflimmer-Patient und Jahr von bis zu 8.000 Euro. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Vorhofflimmern" vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

"Die Gesellschaft unterschätzt die Auswirkungen von Krankheiten wie Vorhofflimmern massiv. Sie belasten die Volkswirtschaft in erheblichem Maße. Mehr als 650 Millionen Euro kostet allein Vorhofflimmern das deutsche Gesundheitssystem pro Jahr", sagt Prof. Dr. med. Bernd Brüggenjürgen, Leiter des SDK-Stiftungslehrstuhls für Gesundheitsökonomie an der Steinbeis-Hochschule-Berlin. "Denn zu den Kosten für die Behandlung, für Krankenhausaufenthalte sowie ausgefallene Arbeitstage kommen die Aufwendungen für Folgeerkrankungen wie beispielsweise Schlaganfall oder Herzinfarkt".

 

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